Smarte skalierung
ohne vertrauensverlust

Avatare – Hype oder Gamechanger?

Avatare sind computergenerierte menschenähnliche Figuren, die von künstlicher Intelligenz gesteuert werden. Neben vorgefertigten Gesichtern kann man mittlerweile auch sich selbst als digitalen Klon erschaffen. Das funktioniert entweder aufwändig über einen professionellen 3D Scan im Studio oder sehr unkompliziert über ein Smartphone. In der Praxis gibst du danach einfach einen Text ein und die Software erstellt daraus ein Video in dem deine digitale Kopie den Inhalt spricht. Lippenbewegungen Mimik und Gestik werden dabei automatisch an die Botschaft angepasst. Grundlage dafür ist das sogenannte Text to Video Verfahren.

Softwareunternehmen versprechen dafür aktuell eine Kostenreduktion von bis zu 70 Prozent im Vergleich zur klassischen Videoproduktion. Möglich wird das vor allem, weil ein großer Teil der physischen Produktionskette entfällt und durch eine monatliche Software Gebühr ersetzt wird. Avatare können also Kosten senken.

Entscheidend ist jedoch, wo und wie sie eingesetzt werden.

Stand heute sind Avatare meist noch erkennbar. Genau das kann das Vertrauen in eine Marke schwächen. Aktuelle Studien zeigen, dass 46 Prozent der Konsumenten einer Marke sofort weniger vertrauen, wenn künstliche Gesichter statt echter Menschen eingesetzt werden (Lippincott Studie). Getty Images bestätigt diesen Trend. Fast 90 Prozent der Verbraucher*innen fordern absolute Transparenz und lehnen generierte Personen in Werbekampagnen ab (Getty Images). Für den B2C Bereich ist der Einsatz von Avataren deshalb in der Regel keine gute Wahl.

Strategisch sinnvoll sind Avatare vor allem dort, wo Wissen effizient, standardisiert und skalierbar vermittelt werden soll. Das gilt zum Beispiel für Onboarding Prozesse, Erklärinhalte oder Schulungen. Im B2B Bereich kann das ein klarer Vorteil sein. Im B2C Bereich kann es hingegen der Marke schaden.

So lässt sich das Potenzial von Avataren am besten nutzen: Kosten sparen, Wissen vermitteln und das Vertrauen in die Marke schützen. Der Arbeitsprozess wird von der Software nicht komplett ersetzt, sondern verlagert sich. Alles beginnt mit dem Scannen der Person und der reinen Texteingabe. Der entscheidende Schritt ist danach jedoch das exakte Prompting. Ein digitaler Avatar verkauft keine komplexen Dienstleistungen, kann aber interne Inhalte klar und effizient kommunizieren.

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